BVB / FREIE WÄHLER fordert Rahmstorfs Rücktritt bei PIK und WBGU

Seit rund zwei Jahrzehnten arbeitet das Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK) an der Erforschung des Klimas und insbesondere der Globalen Erwärmung und ihrer Folgen. Ein Institut, auf das Brandenburg stolz sein könnte. Aber nur könnte, denn was vom PIK und vor allem seinem Mitarbeiter Dr. Rahmstorf in den letzten Jahren ausging, hatte oft mit wissenschaftlicher Arbeit nichts mehr zu tun.

 

Der Mitarbeiter des zu etwa einem Drittel mit Steuermitteln des Landes Brandenburg finanzierten Instituts und Berater der Bundesregierung machte vor allem durch zahllose übertriebene Aussagen auf sich aufmerksam. BVB / FREIE WÄHLER hat dies bereits in der Vergangenheit kritisiert, beispielsweise im Vortrag vom 11.09.2010.

 

Nun ist Herr Rahmstorf erneut in der Kritik. Nachdem die mehrfach ausgezeichnete freie Journalistin Irene Meichsner über eine unsaubere Datenbasis im IPCC-Bericht schrieb, wurde sie Opfer eine Schmutzkampagne und Intrige Rahmstorfs, der ihr Plagiat und die Verwendung unlautere Quellen vorwarf. Er beschuldigte sie zudem, nicht mit ihrem Namen zu ihren Aussagen zu stehen. Letzterer Vorwurf war besonders perfide, da die Frankfurter Rundschau ohne Wissen von Meichsner auf Rahmstorfs Anweisung hin die Löschung des Namens vorgenommen hatte. Auch die anschließend auf Rahmstorfs Druck erfolgte komplette Löschung des Artikels erfolgte ohne Meichsners Wissen.


Die Journalistin wehrte sich vor Gericht gegen die Vorwürfe und bekam nun Recht.[1] Rahmstorfs Anschuldigungen waren ungerechtfertigt. Trotz der Niederlage hat Rahmstorf jedoch sein Ziel erreicht. Der kritische Artikel wurde gelöscht. Meichsners Ruf ist geschädigt und sie will nicht mehr über den Klimawandel schreiben. Für die deutsche Presse wurde erneut ein Exampel statuiert, was mit Journalisten geschieht, die Artikel schreiben, die Herrn Rahmstorf nicht passen. 

 

Wir möchten mit dieser Pressemitteilung unsere Kritik an den zahllosen Verfehlungen seitens Herrn Rahmstorf wiederholen und fordern, dass diese Verfehlungen im PIK und bei der Bundesregierung nun endlich zu Konsequenzen für Herrn Rahmstorf führen. Denn dies ist nicht der erste Vorfall dieser Art.[2] Herr Rahmstorf hat seine Position lange genug benutzt, um die Presse unter Druck zu setzen und unliebsame Journalisten zum Schweigen zu bringen, während er selbst mit Hilfe der Autorität seiner öffentlichen Positionen Übertreibungen und Desinformation streut.


Im Folgenden haben wir zudem einige Vorfälle zusammengefasst, in denen sich zeigt, dass Herr Rahmstorf sich für die Arbeit in wissenschaftlichen Gremien und Instituten disqualifiziert hat.

 

Verleugnen der Temperaturstagnation

 

Seit etwa 2001 zeigt sich in den globalen Temperaturdaten keine Erwärmung mehr, nachdem sie sich in den 70er, 80er und 90er Jahren deutlich erhöht hatte.[3] Vermutlich handelt es sich um ein temporäres Phänomen, offensichtlich wurden natürliche Einflüsse bisher in den Szenarios unterschätzt. Klar ist, dass sich die Erwärmung lokal und global bisher nicht in dem Maße zeigt, in dem sie von den Computermodellen vorhergesagt wurde.


 GlobalTemperature

 

Abb. 3: Monatliche Mittlere Oberflächentemperatur der Erde laut NASA[4]

 

Diese Temperaturstagnation ist ein Fakt, der von den meisten Wissenschaftlern längst akzeptiert und untersucht wird. Als Kandidaten für die Ursachen gelten eine Abschwächung der Sonnenaktivität sowie einen Änderung von Meeresströmungen.[5] Von Rahmstorf wird die Temperaturstagnation hingegen bei jeder sich bietenden Gelegenheit vehement geleugnet [6], unter anderem in einer Rede vor dem Bundestag.[7]


Als Argumente werden in Blogs Begründungen angeführt, die keiner Prüfung standhalten. Beispielsweise dass die Erwärmung in der Arktis stattfinde, wo gerade nicht gemessen wird.[8] Zitat: „[...] deswegen fehlt [die Erwärmung] auch nicht in den NASA-Daten. Es ist also sinnlos, nach einer Erklärung für eine angebliche "Pause" in der Erderwärmung zu suchen.“ Dass die Stagnation auch in den NASA-Daten (siehe oben) zu sehen ist, wird dabei von ihm ignoriert.


Alles was zählt, ist den Eindruck zu erwecken, die Katastrophe sei nicht nur wie vorhergesehen eingetreten, sondern sogar noch deutlich schlimmer. Bis heute hat das PIK leider in keiner einzigen Pressemitteilung zur Stagnation der globalen Temperaturen Stellung bezogen und sich auch nicht von den realitätsfernen Aussagen seines Mitarbeiters  Rahmstorf distanziert.

 

Übertreibungen zum Meeresspiegel

 

Kurz vor der Klimakonferenz von Kopenhagen Ende 2009 präsentierte Herr Rahmstorf gemeinsam mit dem Wissenschaftler Martin Vermeer ein verbessertes „semi-empirisches“ Modell zur Prognose des Meeresspiegels, nachdem beide ein ähnliches Modell bereits Jahre zuvor veröffentlicht hatten. Fast zwei Meter würde der Meeresspiegel laut dem Modell bis 2100 steigen. 


Wenn dieses Modell realistisch wäre, müsste sich eine deutliche Beschleunigung beim Anstieg des Meeresspiegels zeigen. Bei einer gleichmäßigen Beschleunigung wie auf der Seite des PIK dargestellt[9] müsste beispielsweise die Geschwindigkeit jedes Jahr um 0,3 mm/a ansteigen. Beim Ausgangswert von etwa 3,3 mm pro Jahr entspricht dies in etwa einer Verdopplung im ersten Jahrzehnt. Nach zwei Jahrzehnten sollte die Geschwindigkeit bei etwa 9 mm pro Jahr liegen. Doch nach 20 Jahren Satellitenbeobachtung wartet man vergeblich auf eine solche Beschleunigung. Stattdessen verlangsamte sich der Anstieg des Meeresspiegels seit 2006 leicht, was 2009 auch in einigen deutschen Presseartikeln erwähnt wurde.[10]

 

SeaLevel 

  Abb. 5: Anstieg des Meeresspiegels seit Beginn der Satellitenmessungen[11]

 

Die Glaubwürdigkeit des ersten semi-empirischen Modells von Rahmstorf und Vermeer hatte damit bereits gelitten. Rahmstorf reagierte 2009 darauf in seinem Blog und griff auch hier die Journalisten an, sie würden „Verschleierung“ betreiben und es handle sich nur um „Skeptiker-Tricks“. Gleichzeitig lieferte er eine eigene Berechnung der Anstiegsgeschwindigkeit und kam zu einer Beschleunigung.[12] Warum er hierfür willkürlich verschiedene Messreihen kombinieren musste, wo doch verlässliche, globale und durchgängige Satellitenmessereihen existieren, weis nur er selbst. Sein zumindest für ihn logischer Schluss seiner Berechung: „Eine Beschleunigung des Anstiegs steht damit außer Frage“, womit er explizit den Zeitraum 2003 bis 2008 meinte.


Real hat sich die leichte Verlangsamung jedoch weiter fortgesetzt. Noch 2006 lag der Trend seit Beginn der globalen Satellitenmessungen laut University of Colorado bei 3,3 mm/a, heute nur noch bei 3,2 mm/a (siehe Abb. 5). Von 2006 bis heute  liegt der Trend sogar deutlich darunter. Auch die Auswertungen anderer nationaler Forschungsinstitute zeigen bisher keine weitere Beschleunigung. [13] [14] [15]


Ein zweites Problem des Modells ist die mangelhafte Rekonstruktion der Vergangenheit: Legt man die gängigen Temperaturrekonstruktionen zu Grunde, ergibt es  für die fernere Vergangenheit absurde Werte. So berechnet das Modell für die Zeit um Christi Geburt einen Meeresspiegel, der um etwa zwei Meter unter dem heutigen Niveau liegt. Real war er lediglich etwa 20 - 30 cm niedriger als heute. Das Modell überschätzt den Meeresspiegelanstieg von Christi Geburt bis zum Jahr 1000 um etwa den Faktor 10.


Doch auch in einer kürzlich erschienen Studie der PIK-Forscher wird das Modell erneut kritiklos eingesetzt.[16] Damit die gravierende Abweichung nach unten nicht auffällt, wurde die Grafik jedoch unten abgeschnitten (siehe Abb. 6). Man sieht lediglich, wie die Linie des Modells kurz vor dem Jahre 1000 plötzlich nach unten abtaucht. Wie weit das Modell letztendlich im Gesamtzeitraum daneben liegt, wird lieber gar nicht erst thematisiert. Andernfalls könnten ja Zweifel am Modell aufkommen, das im sichtbaren Bereich zwischen dem Jahr 1000 und der Gegenwart zu passen scheint. 

SeaLevelModel 

 Abb. 6: Meeresspiegel: Rekonstruktion, Beobachtung und Rahmstorfs Modell[17]

 

Zum Fakt, dass das Modell auf lange Sicht dermaßen daneben liegt und die prognostizierte Beschleunigung des Meeresspiegels ausbleibt hat sich das PIK bisher in keiner Pressemitteilung geäußert. Auch auf der Spezialseite des PIK zum Meeresspiegel wird nicht auf die reale Entwicklung des Meeresspiegels verwiesen. Nicht einmal ein Link zu Seiten, die den realen Anstieg des Meeresspiegels darstellen, wird geboten. Alles was man sieht sind die fiktiven Verläufe der katastrophalen Prognosen von Rahmstorf und Vermeer.[18] Eine erkennbare Darstellung der realen Entwicklung der letzen 20 Jahre ist offensichtlich nicht erwünscht. Auch zu der von Rahmstorfs im Internet verbreiteten Behauptung, der Anstieg des Meeresspiegels habe sich seit 2003 beschleunigt, hat sich das PIK bisher nicht geäußert.

 

 

Leugnung des IPCC-Skandals / Verleumdung von Journalisten

 

Laut dem 4. IPCC Sachstandsbereicht von 2007 sollten die Gletscher des Himalaja bis 2035 abschmelzen, was unzählige Menschen gefährden sollte. Auch Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des PIK und regelmäßiger Verteidiger Rahmstorfs, verbreitete dieses Szenario am 30.10.2009 in der „Langen Nacht des Klimas“ im ZDF. Originalzitat: „2 ½ Milliarden Menschen leben in diesen Einzugsgebieten [...] wenn jetzt - und das kann man sehr leicht ausrechnen -  in den nächsten 30, 40 Jahren -  und bei 2 Grad würde das mit Sicherheit passieren - wenn diese Gletscher verschwinden zum großen Teil, dann werden diese Flüsse im Sommer trocken fallen." [19]

Doch im November 2009 veröffentlichte der Gletscherforscher Vijay Kumar Raina eine von der indischen Regierung in Auftrag gegeben Gletscherstudie. Sie stellte fest, dass die Gletscher sich nur langsam zurückzogen und der Rückzug sich auch nicht im notwendigen Maße beschleunigt. Einige Gletscher wuchsen sogar. [20] Laut den Daten würden noch Jahrhunderte bis zum kompletten Abschmelzen vergehen. Die Behauptung im IPCC musste also falsch sein.

Es folgten Verleumdungen durch den IPCC-Vorsitzenden Rajendra Pachauri, unter anderem die Behauptung Rainas Studie sei „Voodoo-Wissenschaft“. Der Urheber der Prognose im IPCC, Pachauris Angestellter Seyd Iqbal Hasnain,[21] warf der indischen Regierung ein „Vogel-Strauß-Verhalten angesichts der drohenden Apokalypse“ vor. Doch die indische und auch die chinesische Regierung ließen sich nicht unter Druck setzen und stützten Raina. Erst nach drei Monaten Widerstands gegen Fakten und unter dem Druck der beiden bevölkerungsreichsten Staaten der Erde gab Pachauri den Fehler im Bericht zu.[22] Erst jetzt traute sich die seit Jahren von Herrn Rahmstorf und seinen Mitstreitern eingeschüchterte deutsche Presse[23], überhaupt von dem Vorfall zu berichten. In Folge kam der IPCC-Sachstandsbericht in den Fokus der Öffentlichkeit und noch weitere Fehler und Übertreibungen wurden entdeckt.  

Auch hier reagierte Herr Rahmstorf promt in einem Blog: „All diese „gates“ – Africagate, Amazongate, Climategate und so weiter – sind keine Skandale des IPCC oder der Klimawissenschaft. Vielmehr sind sie die peinlichen Schlachtrufe eines Medienskandals, in dem einige Journalisten die Öffentlichkeit mit völlig übertriebenen oder ganz erfundenen Pseudo-Skandalen irregeführt haben. Viel zu viele sind ihnen dabei naiv und willig gefolgt, ohne die Farce zu durchschauen.“[24] 

Am 28. Februar 2010 veröffentlichte er einen Artikel in The European, Überschrift: „Es gibt keinen IPCC-Skandal[25] Nicht das Verhalten von Hasnain und Pachauri und die Fehler im Bericht sind ein Skandal, sondern dass die Presse über die Übertreibungen im IPCC berichtet! Die Zahl sei nur ein „peinlicher Fehler, der mit zwei gestrichenen Sätzen ausgeräumt“ wäre. „Was wir erleben, ist ein Medienskandal, in dem zahlreiche Medien ohne kritische Prüfung einfach das wiederholen, ausschmücken und verstärken, was ihnen von politisch interessierter Seite eingeflüstert wird.“ 

Kurzum behauptete Rahmstorf, dass es keine Skandale gab. Alle, die über Fehler im IPCC berichteten, sind naive Marionetten, kurzum schlechte Journalisten! Insbesondere Meichsner griff er in Folge in seinen Blogs auch persönlich an.

War der Skandal ein Konstrukt der Klimaleugner, wie Rahmstorf behauptet? Laut Hasnain soll ein falsch zitierender Journalist im Jahre 1999 schuld sein. Doch nachweisbar sind auch folgenden Aussagen Hasnains gegenüber der Presse: „bis 2020 sind 75% aller Himalayagletscher abgeschmolzen“ im April 2009 gegenüber der New York Times[26] und „die meisten Himalayagletscher sind bis 2050 weg“ im September 2009 gegenüber dem Deccan Herald [27]. Haben hier jedes mal die Journalisten falsch zitiert? Auch auf Video wiederholte Hasnain seine Übertreibungen.[28] [29]


Und die angeblich vom Journalisten verfälschte Aussage aus dem Jahr 1999 findet sich auch auf der News-Seite vom Hasnains/Pachauris Forschungsinstitut Teri.[30] Wurde dort die später behauptete „Verfälschung durch den Journalisten“ übersehen? Wer hier gründlich recherchiert, stellt eindeutige Beweise  für den Vorsatz von Seiten Hasnain fest. Besonders nach der Anstellung durch Pachauri hatte er seit Jahren derartige Übertreibungen in der Presse gestreut. Doch die Desinformation landete in wissenschaftlichen Berichten und ließ sich nicht mehr leugnen. Und prompt wurde den Journalisten, die man zuvor missbraucht hatte um Desinformation zu streuen, die Schuld in die Schuhe geschoben. Dass Rahmstorf anschließend versucht, einen Gleichgesinnten zu decken, der mit ähnliche Methoden wie er selbst arbeitet, ist wenig überraschend.


Obwohl es laut Herrn Rahmstorf natürlich keinen Skandal gab, kann er sich in seinem Artikel vorstellen, über einen „stärkeren Vorsitzenden“ [sic!] zu diskutieren. Doch was soll man unter einem „stärkeren Vorsitzenden“ als Pachauri verstehen? Einen Vorsitzenden, der stark bleibt und Fehler auch nach drei Monaten nicht zugibt? Der Kritiker noch stärker als mit Hitler- und Voodoo-Vergleichen verleumdet? Sollte man nicht lieber über einen ehrlicheren und unvoreingenommeneren Vorsitzenden diskutieren?

Auch von PIK-Direktor Schellnhuber gab es keine Stellungnahme, in der er die damals im ZDF getroffenen Aussagen zurücknimmt oder darlegt, auf welcher Grundlage seine  Aussagen, dass sei „leicht zu berechnen“ und „würde mit Sicherheit passieren“ beruhen. Denn es gab zu dieser eigentlich an Presse und Öffentlichkeit gerichteten und letztendlich im IPCC-Bericht gelandeten Desinformation Hasnains nie eine wissenschaftliche Studie oder Berechnungen. Wovon hat Schellnhuber also gesprochen?


 

Übertreibungen zu Waldbränden

Angesichts der prognostizierten weiteren Temperaturzunahmen und der ebenfalls prognostizierten Abnahme der Niederschläge wurde mit drastischen Konsequenzen für Brandenburg gerechnet. Eine Reihe von Wissenschaftlern des PIK prognostizierte 2003 in einer Studie[31] beispielsweise eine aufgrund des Klimawandels zunehmende Waldbrandgefahr. Doch wird bereits in dieser relativ sachlichen Studie gezeigt, dass Klima nur ein Faktor für Waldbrände ist. Zitat: Erhöhtes Risiko muss nicht notwendigerweise heißen, dass es mehr Brände und größere Brandflächen geben wird. [...] Wenn sich Verhaltensweisen und technische Potenziale wandeln, gibt es Optionen, sowohl die Zahl der Feuer als auch die abgebrannter Fläche bei gegebener Feuergefahr zu verringern.“ Um es einfach auszudrücken: Eine hohe Waldbrandgefahr bedeutet nicht zwangsläufig mehr Waldbrände.

Tatsächlich besteht zwischen dem klimatisch begründeten Waldbrandindex und der real von Waldbränden betroffenen Fläche auch in den Daten der Studie auf lange Sicht kein positiver Zusammenhang. Während der Index seit den 70ern aufgrund zunehmender Temperaturen deutlich stieg, ging die von Waldbränden betroffene Fläche im gleichen Zeitraum drastisch zurück. Grund hierfür ist vor allem  technischer Fortschritt und bessere Ausstattung bei den Feuerwehren, was sich beispielsweise in der Installation des auf Kameras beruhenden Früherkennungssystems „Fire-Watch“ äußert.[32]

Auch nach Ende der Studie blieb die von Waldbränden betroffene Fläche auf historisch niedrigem Niveau, wie sich durch einen einfachem Blick auf die brandenburgische Waldbrandstatistik deutlich zeigt (siehe Abb. 4). Die von Waldbränden betroffene Fläche in Brandenburg hat trotz Klimaveränderungen in den vergangenen 35 Jahren drastisch abgenommen.

Diese Fakten und Studien hielten jedoch PIK-Mitarbeiter Rahmstorf nicht davon ab, maßlos übertriebene Schreckensszenarios kommender apokalyptischer Waldbrände in die Welt zu setzen. Zitiert aus der „Zukunftsvision“ Rahmstorfs aus dem Jahr 2005: „[...] es ist mein Neffe aus Berlin, schon wird sein Bild in meine Brillengläser eingeblendet. Er hat erst mal einen Hustenanfall, entschuldigt sich dann - ich wisse ja sicher, dass Berlin schon seit Tagen wieder unter der Smogwolke der im Umland wütenden Waldbrände liege. Ich hatte in der Tat eine kleine Zeitungsnotiz darüber gelesen - Schlagzeilen macht so etwas allerdings nur noch, wenn mal wieder die Villen in Grunewald vom Feuer bedroht sind. Ich erinnere mich noch wie wir früher, zu Anfang des Jahrhunderts, solche Bilder aus Sydney im Fernsehen gesehen haben. Mein Neffe berichtet, das Wasser sei wieder rationiert - nur zwei Stunden pro Tag sei Druck auf den Leitungen.

Waldbrandstatistik

 Abb. 4: Waldbrände im Land  Brandenburg - Quelle: Waldbrandstatistik 2009 [33]

Die hier aufgeführten Übertreibungen sind nur eine kleine Auswahl aus Rahmstorfs Auffassung von wissenschaftlicher Öffentlichkeitsarbeit. Hinzu kommen noch zahllose weitere Aussagen. So sind in der „Zukunftsvision“ bereits die Semperoper und der Dresdner Zwinger, sowie die Bodenseeinsel Mainau dem ständigen Hochwasser zum Opfer gefallen. Oder etwa die schon oben zitierte Schreckensvisionen, laut der in Berlin künftig das Trinkwasser auf zwei Stunden am Tag rationiert werden muss. Dass der Senat sich im Trinkwasserkonzept 2040 selbst bei extremen Klimaszenarien Sorgen macht, dass der wegen abnehmendem Wasserverbrauch steigende Grundwasserspiegel die Keller der Berliner flutet[34] ist ihm dabei egal. Das PIK hat sich von solchen Übertreibungen nicht distanziert. Statt dessen wurden sie auf den Servern Forschungsinstituts [sic!] veröffentlicht.[35]

 

 

Fazit

 

Einziges Ziel des PIK-Mitarbeiters Rahmstorf und einiger seiner Mitstreiter schien es in den letzten Jahren zu sein, die Angst vor dem Klimawandel aufrecht zu erhalten und sich selbst zu profilieren. Ihr Verhalten bekam in den letzten Jahren mehr Ähnlichkeit mit dem von Lobbyisten als mit dem von seriösen Wissenschaftlern. Forschungsergebnisse werden einseitig interpretiert, in der Pressearbeit und gegenüber den von ihm beratenen politischen Gremien wurden unwissenschaftliche Aussagen getroffen, auf inoffiziellen Blogs unwissenschaftliche Aussagen zur Verängstigung der Bevölkerung gestreut. Kritische Journalisten wurden angegriffen und öffentlich gewordenes Fehlverhalten von Kollegen wurde geleugnet.

 

Die Politik übertriebener Panikmache war lange Zeit erfolgreich. Das Grundproblem der Treibhausgase wurde in der Öffentlichkeit bekannt gemacht, das im Grunde sinnvolle Erneuerbare-Energien-Gesetz wurde durchgesetzt. Der Anteil erneuerbarer Energien nimmt in Folge zu, der CO2-Ausstoß in Deutschland sinkt. Doch nun kommt die Zeit, in der den Beteiligten nach und nach die Übertreibungen auf die Füße fallen werden. Mit den Übertreibungen fortzufahren und die Kritiker anzugreifen wird die Situation auf Dauer nur noch weiter verschlimmern. Es wird die Glaubwürdigkeit von Wissenschaft und Umweltschutz untergraben.

 

 

Wir fordern daher die Landesregierung auf, die Leitung der PIK darauf hinzuweisen, dass das Institut als Forschungs-, und nicht als Propagandaeinrichtung finanziert wird. Das PIK sollte daher endlich eine sachliche und objektive Informationsarbeit  betreiben. Von seinem unbelehrbaren Mitarbeiter Rahmstorf, der wiederholt versuchte, die Pressefreiheit zu untergraben, Journalisten verleumdete und Desinformation und Übertreibungen in Umlauf brachte, sollte sich das Institut trennen.

 

Ebenso fordern wir, dass Herr Rahmstorf seine Stelle im Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen aufgibt. Als sachlicher Berater hat er sich durch seine Handlungen disqualifiziert.


Robert Soyka

B.A. in Geographie

Landespolitischer Sprecher für Umwelt und Naturschutz der Brandenburger Vereinigten Bürgerbewegungen / Freie Wähler



[3]Met Office Hadley Centre for Climate Change http://www.metoffice.gov.uk/hadobs/hadcrut3/diagnostics/comparison.html

[4] NASA - Goddard Institute for Space Studies http://data.giss.nasa.gov/gistemp/graphs/Fig.C.gif

[6] Zitat Stefan Rahmstorf "Die Erwärmung ist in den letzten Jahren weitergegangen" http://www.pnn.de/campus/257523/

[7] Zitat Stefan Rahmstorf Die durch den Menschen verursachte Erwärmung der Erde macht trotz regional zu beobachtender Schwankungen ”keine Pause“.“http://www.bundestag.de/presse/hib/2010_01/2010_018/02.html

 

[9] http://www.pik-potsdam.de/sealevel/         

[11] Universität von Colorado http://sealevel.colorado.edu/

[17] Pressemitteilung des PIK auf  Informationsdienst Wissenschaft http://idw-online.de:8008/de/news428920

[20] V.K. Raina: Himalayan Glaciers, A State-of-Art Review of Glacial Studies, Glacial Retreat and Climate Change

[23] Spiegel Online: Die rabiaten Methoden des Klimaforschers Rahmstorf

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,505095,00.html

[30] Teri http://www.teriin.org/index.php?option=com_teriinnews&;task=cstudies&title=hasnain&submit1=GO

[31] F.-W. Badeck, P. Lasch, Y. Hauf, J. Rock, Dr. F.Suckow und Dr. K. Thonicke: Steigendes klimatisches Waldbrandrisiko http://www.pik-potsdam.de/safe/badeck2.pdf

[33] Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg  -

Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde (LFE): Waldbrandstatistik 2009 http://www.mil.brandenburg.de/sixcms/media.php/4055/wbra2009.pdf

[34] Anmerkung: Laut Trinkwasserkonzept 2040 des Berliner Senats würde der Grundwasserspiegel Berlins bis 2040 trotz Annahme eines deutlichen Rückgangs der Niederschläge steigen. http://www.berlin.de/sen/umwelt/wasser/grundwasser/de/wvk2040.shtml

[35] Stefan Rahmstorf: „Bahnfahrt nach Dresden - Klimaforscher Stefan Rahmstorf träumt von der Zukunft“

http://www.pik-potsdam.de/~stefan/Publications/Other/bahnfahrt_dresden.html